Injektionslipolyse (auch Mesotherapie, Fett-weg-spritze genannt) ist eine der neueren Methoden der plastischen Chirurgie, die das überflüssige Fett aus dem Körper wegzuschaffen hilft. Man kann sie als nicht-invasive Liposuktion bezeichnen. Sie ist vor allem für diejenigen bestimmt, die die Fettpolster durch die Diät oder das Turnen nicht beseitigen können. Sie wird auf keinem Fall zur Heilung der Beleibtheit verwendet! Bei der Abschaffung der größeren Menge von Fett bleibt als die erste Wahl eindeutig die Fettabsaugung. Im Gegenteil zu dem Fettabsaugen wird das Fett bei der Injektionslipolyse gänzlich gleichmäßig abgeschafft. Mithilfe von Injektionslipolyse kann man fast alle Körperbereiche verkleinern, am häufigsten wird sie aber zum Reduzieren von kleineren Fettstellen verwendet, wie zum Beispiel beim Unterkinn und bei den so genannten Muffin Tops, aber auch am Bauch, an den inneren Teilen der Schenkel, bei Männern noch im Brustbereich, weiter zur Abschaffung der Resten von Fettgewebe nach der Liposuktion und zur Verbesserung der Cellulitis. Es scheint, dass diese Methode auch dabei hilft, die Festigkeit und Elastizität der Haut zu verbessern.
Zum Auflösen von Fettgewebe wird am häufigsten Phosphatidylcholin verwendet, das mithilfe von einer Mikroinjektion in das subkutane Fett angewandt wird. Phosphatidylcholin ist ein Ensym, das das Fettgewebe in kleine Teile auflöst, die dann per den natürlichen Weg aus dem Körper eliminiert werden. Zu seiner Gewinnung wird meistens ein Extrakt aus Sojabohnen verwendet. Manchmal werden als weitere Stoffe Deoxycholat, auch nicht-steroidale Antiphlogistika, Antibiotika oder Hormone in die Lösung zugegeben.
Der eigene Eingriff ist ziemlich einfach und nicht gefährlich. Er wird entweder von den plastischen Chirugen, oder Dermatologen durchgeführt. Nach der vorgehenden Konsultation, während der der Eingriff geplant wird und der Arzt eventuell Aussetzen einiger Medikamenten empehlt, kommt der Patient zur Klinik, oder ins Sprechzimmer des Arztes. Die Injektionslipolyse ist ein Einrgiff, der die Hospitalisation nicht verlangt, das heißt, dass er ambulant druchgeführt wird und der Patient nach dem Eingriff wieder nach Hause geht. Die eigene Applikation der Injektionen dauert etwa 30 Minuten. In das subkutane Fett des gegebenen Körperbereich werden allmählich mehrere Injektionen mit dem lipolytischen Stoff angewandt. Der Eingriff ist schmerzlos, deshalb wird er nicht in Anästhesie durchgeführt, auch nicht in der lokalen Betäubung.
Nach dem Eingriff ist es nötig, viel zu trinken (mindestens 2l Wasser am Tag), um das aufgelöste Fett aus dem Körper leichter auszuscheiden, weiter ist eine passende Diät und ausreichende physische Aktivität empfehlenswert. Am Ort der Anwendung können in ersten Tagen nach dem Eingriff ein Ödem oder ein kleiner Bluterguss und rote Haut sichtbar sein, dies verschwindet aber bald. Zwei bis drei Tage können auch Empfindlichkeit und Schmerzhaftigkeit des bestimmten Körperbereiches bleiben. Der Effekt der Injektionslipolyse ist erst nach etwa vier Wochen sichtbar. Es hängt aber auch von der Struktur des subkutanen Gewebes und seiner Durchblutung ab. Für den gewünschten Effekt sind gewöhnlich zwei bis zehn Wiederholungen im Zeitabstand von einigen Wochen nötig. Im Unterschied zu invasiven Eingriffen ist nach der Injektionslipolyse keine Ruhe nötig.
Es bleibt immer die Frage, was das aufgelöste Fett in den menschlichen Organen im Körper verursachen kann. Das Fett kann sich in den Blutgefäßen ansetzen und so Artherosklerosis verursachen, Metabolismus einer großen Fettmenge in Leber kann ihre Steatosis und nachfolgende Störung bewirken. Zu den anderen Risiken gehören Nekrosis des subkutanen Gewebes nach der Injektion, Infektionsentstehung usw. Bei Menschen, die sich der Injektionslipolyse unterzogen haben, können an der Haut Senken und Vertiefungen sichtbar sein.
Die Injektionslipolyse kann nie bei den schwangeren oder stillenden Frauen, bei den Diabetikern, Patienten mit autoimmunen Krankheiten, mit Blutgefäßkrankheiten, oder während der Laufinfektion durchgefürht werden.